Exnovation und Unlearning als Basisfähigkeiten innovativer Organisationen (Teil 1)
Shownotes
Wir leben in einer Arbeitswelt des ständigen Hinzufügens. Jedes Problem wird reflexartig mit einem neuen Tool, einem neuen Meeting oder einem neuen Prozess beantwortet. Doch in einer rasant verändernden Welt wird eine andere Fähigkeit zur wahren Überlebensstrategie: die Kunst des strategischen Weglassens. In Teil 1 unseres Deep-Dives sprechen wir mit der Exnovations-Expertin Dr. Gudrun Töpfer. Sie stellt uns ihr neu gegründetes Startup Epinoia vor: Eine Software, die das wertvolle, ungeschriebene Kontextwissen von Experten sichert, bevor diese das Unternehmen verlassen. Gemeinsam tauchen wir in die harte, aber befreiende Praxis der Exnovation ein.
Die Highlights dieser Episode:
- Gegen den Additions-Reflex: Warum wir bei Problemen lieber wackelige Lego-Steine hinzufügen, statt sie wegzunehmen und wie dieser Reflex Organisationen lähmt.
- Herrschaftswissen knacken: Wie Epinoia implizites Expertenwissen durch fortlaufende Interviews sichert, ohne den Wert der Informationen vorab künstlich bewerten zu müssen.
- Die 3 Phasen der Exnovation: Warum das Abschaffen von Prozessen als Ressourcenthema erst große Erleichterung, dann zähe Abstimmungsprozesse und schließlich einen echten organisationalen Triumph bringt.
- Mut zur Trauerarbeit: Warum das würdevolle Beenden von Projekten (Sunsetting) eine neue Kultur des Abschieds und des Aushaltens erfordert. Aus der eigenen Praxis: Wir teilen, wie wir unsere frühere Bundeswehr-Community „Agile“ ganz bewusst beendet haben, um Raum für die Neugründung der WERK 7.62 Genossenschaft zu schaffen.
**LINKS ** https://epinoia.ai/ueber-uns/ und https://www.gudrun-toepfer.de/ https://werk762.de/
Bücher https://www.amazon.de/Ambidextrie-Organisationen-Praxisbuch-beidh%C3%A4ndige-Zukunft/dp/3791052411 https://www.amazon.de/Exnovation-Innovation-Ver%C3%A4nderungen-Systemisches-Management/dp/3791061488
Und unser Substack-Artikel zum Thema Unlearning: https://substack.com/home/post/p-193355963
Transkript anzeigen
00:00:00: Also ich glaube, das Verhältnis zwischen Innovation und Exnovation ist halt gerade so ein ganz spannendes.
00:00:06: Weil man muss eigentlich viel innovieren aber gleichzeitig müssen wir exnovieren.
00:00:10: und was wir Menschen nicht drauf haben bisher ist dass wir Exnovaton als eine Lösung ansehen für ein Problem.
00:00:39: Ja, haltet euch gut fest in dieser Podcastfolge.
00:00:42: Streifen wir so ziemlich alles was uns momentan in den Organisationen etwas schwindelig macht oder machen sollte.
00:00:49: wenn nicht gibt es euch dann wahrscheinlich auch nicht mehr lange außer ihr seid der öffentliche Dienst.
00:00:54: Wir sprechen über die Themen Wissensmanagement, Exnovation, Innovation Ambidextrie und Anlearning.
00:01:01: Und noch ein paar andere Themen, das sind so die Basics der Organisationen in einer Welt, die sich wirklich rasant verändert.
00:01:10: Und eins kann man jetzt schon am Horizont sehen wenn man da genauer hinguckt.
00:01:13: In drei bis fünf Jahren sind wir nicht nur in eine anderen Welt sondern auch im anderen Universum mit Quantencomputern.
00:01:21: Also Exnovation und Verlernen wird immer, immer wichtiger.
00:01:24: Und zu Gast haben wir die wundervolle Dr.
00:01:26: Gudrun Töpfer – sie hat erst kürzlichst ihre neue Organisation gegründet IP Neuer, die sich mit Wissensmanagement beschäftigt!
00:01:36: An unserem virtuellen Lagerfeuer sitzen auch noch Silke und Peter von unserer Genossenschaft.
00:01:43: Aufgrund der Länge und der Themenvielfalt habe ich den Podcast geteilt, ihr hört jetzt den ersten Teil.
00:01:49: viel Spaß beim Zuhören!
00:02:08: Wie wir als Beamten und Soldaten das hinkriegen.
00:02:12: Wir sind ja auch super spontan.
00:02:15: Schön, dass du da bist.
00:02:16: Aber erzähl mal, du hast gerade schon so schön erzählt von Du wurdest überrollt im Guten.
00:02:24: Genau!
00:02:24: Wir haben letzte Woche nach zweijähriger Vorarbeit im stillenheimlichen Kämmerlein unser neues Unternehmen publik gemacht.
00:02:31: Das heißt, wir dürfen endlich drüber sprechen, dass es jetzt Epineuja gibt.
00:02:36: Das ist eine Software, die natürlich ein bisschen KI unter der Motorhaube hat.
00:02:39: Aber das ist eher der kleinere Teil.
00:02:41: Es ist sehr viel anderes da noch am Start und wir werden oder wollen mit dieser Software Wissen aufheben einfach Kontextwissen.
00:02:49: D. h., dass wissen, dass man per Definition nicht so leicht aufschreiben kann und wollen damit einen Gegenpunkt setzen zu sehr vielen Tools, die alle ihre Berechtigung haben, die ihr sehr viel geschriebenes Aufheben dokumentisch strukturieren, daraus Informationen ableiten Das darf alles sein.
00:03:04: und wir wollen uns mit so einer zusätzlichen Schicht oben drüberlegen.
00:03:08: Und sagen, dass alles was nicht aufgeschrieben ist das wollen wir aufheben helfen und das macht unsere Software.
00:03:12: und die Veröffentlichung von Name und Zweck, das ist die Welle die letzte Woche dann über uns reingebrochen ist im Guten.
00:03:22: Okay cool da habe ich aber gleich mal eine Frage.
00:03:24: Ich war ja auch mal für Wissensmanagement zuständig in dem BMVG.
00:03:30: Viel Wissen ist ja auch Kontextwissen, ist ja jetzt auch veraltet.
00:03:36: Ist ja auch etwas was uns eigentlich eher auffällt.
00:03:40: Wie unterscheidet ihr da?
00:03:43: Wir unterscheiden es nicht weil wir können's natürlich nicht bewerten ob irgendeine Information noch einen Wert hat.
00:03:48: Das können wir natürlich nicht sagen das würden wir uns auch nicht zumuten.
00:03:51: deswegen haben wir eine Abwägung getroffen und wir haben gesagt dass es der kleinere Schaden wissen aufzuheben nach dem notfalls niemand fragt als Wissen zu verwerfen, dass man vielleicht dringend gebraucht hätte.
00:04:02: Das heißt was wir tun ist, wir dokumentieren einfach über die Zeit und dann kann man dieses Wissen benutzen wenn man möchte.
00:04:08: aber man muss das ja nicht.
00:04:09: also dass man zum Beispiel nachfragt hey Epineuer wie haben wir denn diese Entscheidungen damals getroffen?
00:04:14: warum haben wir das so gemacht?
00:04:16: Dann kann man eine Antwort bekommen kann sich das plausibilisieren das heißt ja nicht dass man es so machen will.
00:04:21: oder da sind ja noch einen Zwischenschritt drin das ein mündiger Mensch sagen kann tatsächlich das war ne Entscheidung so haben wir's gemacht.
00:04:28: Wissen wir jetzt, können wir zum Beispiel wegen gleichen Fehlern nicht mit mir noch mal machen?
00:04:32: Den können wir vermeiden.
00:04:33: Und der Weg dahin ist aber immer, dass bevor man unsere Software benutzt, das ja erst einmal nie entsteht.
00:04:40: Da sitzt ja jemand und sagt Hinsch!
00:04:42: Wie war denn das mit dieser Entscheidung
00:04:43: nochmal?!
00:04:44: Diesen Nied den bedienen die eigentlich.
00:04:46: Weil wir stülpen ja nicht oder kürbeln ja nicht Informationen raus ohne dass jemand danach...
00:04:54: Und wie macht es dann mit den, wenn der Vorgänger schon weg ist?
00:04:57: Es ist ja oft so dass der Nachfolger noch gar nicht vorhanden ist.
00:05:01: Ihr könnt ja nicht Leute auf Verdacht befragen.
00:05:03: was aber cool wäre wenn man quasi seine gesamte Zeit bei euch immer wieder seine Interviews fähig hinneuer abgibt in Anführungszeichen
00:05:10: oder wir machen genau das.
00:05:13: Entschuldigung jetzt bellt mein Hund da
00:05:15: wollte er auch das unterstützen.
00:05:16: was du sagst ist doch super
00:05:18: dieser darauf linked in präsent also insofern der hat auch
00:05:23: seine rechte.
00:05:24: Bei Epinoyer machen wir genau das.
00:05:26: Das heißt, wir sichern Wissen wie du es genannt hast auf Verdacht und wir haben die Möglichkeit dass jemand also fortlaufend sich interviewn lässt, sich befragen lässt und Informationen reingibt.
00:05:37: Das wissen kann er.
00:05:37: zum Beispiel kann die Person nur für sich selber benutzen oder dann für jemand anderen freigeben.
00:05:41: da darf man das, das darf man unterscheiden.
00:05:44: Und dann wenn jemand weg ist, dann haben wir das Wissen noch da.
00:05:47: so denn die Person ist zur Verfügung gestellt und die nachfolgende Personen können dann fragen hey wie hätte den Meine Vorgängerinnen das zum Beispiel gemacht.
00:05:58: Mich wird ja fremd in Treffierengultronen dieses Thema Herrschaftswessen, dass manche ihr Wischen gar nicht gern Preis geben.
00:06:06: wie geht er damit denn um?
00:06:08: Ja da können wir natürlich versuchen eine förderliche Umgebung mit herzustellen indem wir den Menschen das Gefühl geben, dass sie wissen was wirklich großartig ist und dass die so eine Art Legacy aufbauen können indem Sie ihr Wissen abgeben.
00:06:22: aber... Das ist begrenzt.
00:06:25: Wenn Menschen ihr Wissen nicht hergeben wollen, dann tun sie das nicht.
00:06:28: Dann tun Sie das nicht persönlich, sie tun es nicht schriftlich und sie tun's auch nicht über das Mitteleiner Software.
00:06:32: also wenn wir eine Organisation vorfinden wo Wissenteilen in der Vergangenheit so Narvteilen geführt hat, dann werden wir das mit unserem Tool nicht retten.
00:06:43: deswegen können wir jetzt anfangen alle auf zu fordern kümmert euch darum dass Menschen gerne ihr wissen teilen wollen egal mit welchem Tool.
00:06:49: Ansonsten wird es spätestens, wenn diese Babybohmegeneration rausrutscht und ihr wertvolles Wissen mit dem dann wird's einfach große Schlaglöcher geben.
00:06:57: Aber tatsächlich, wenn jemand seinen Wissen nicht teilen möchte die Person wird das nicht tun.
00:07:01: egal kann man sich auf den Kopf stellen.
00:07:04: Und jetzt habe
00:07:06: ich letztens gelesen dass gerade bei den Superexperten Dass sie so ein tiefes implizites Wissen haben dass sie kaum in Worte kleiden können.
00:07:20: Das ist ja dann auch schwierig zu erfassen oder über den Kontext möglicherweise.
00:07:27: Also die meisten Profis können das schon, was schwierig ist es wenn ein totale Profi in Person auf eine totale Anfangsperson trifft.
00:07:35: also wenn dieses Delta sehr groß ist weil dann kann sich der Profi meistens gar nicht erinnern warum denn so ne banale Frage interessant sein soll.
00:07:42: und die Person die gerade anfängt sich im Gebiet auszukennen sagt hilf mir doch gib mir irgendwas Gib mir einen Krömel bitte damit ich mich hier in das Gebiet reinentwickeln kann.
00:07:52: Und da haben wir natürlich mit unserer Software die Möglichkeit, den Profis fast auf jedem Kompetenz-Niveau eine angenehme Gesprächssituation herzustellen.
00:08:00: und unsere Epineuer, die dann halt sagt... Auf Augenhöhe sagt, komm, wir zwei Profis lassen uns mal unterhalten wie machst du das?
00:08:08: Dann erklär doch mal!
00:08:09: Und diese Fragen, die das implizite Expertenwissen erschließen, passen dann auch zu der Person und dem Kompetenzeniveau.
00:08:16: Das heißt, wir würden jetzt nicht einen totalen sagen wir mal Profi, der Olis repariert und sich mit Autos total ausgehend.
00:08:23: dem würden wir jetzt nicht fragen Mensch was ist denn ein Auto-Reifen?
00:08:27: Da fühlen sich Personen ja auch veräppelt.
00:08:29: Deswegen
00:08:29: Udronen ich hätte das...
00:08:32: Das Wissen ist aber dann für die Firma verfügbar.
00:08:36: oder ist das an Personen gekoppelt also eng begrenzt?
00:08:40: oder ist es beides alles möglich?
00:08:42: Ich sag nur bei Herrschaftswissen großartig ist das eine Aber man kann ja auch sagen, Menschenskinder.
00:08:48: Bei dem hat das immer geklappt?
00:08:50: Was müssten wir tun?
00:08:51: Das wissen wir jetzt gar nicht.
00:08:52: und dann fragt man quasi das Tool.
00:08:56: Ja, was hätte der jetzt
00:08:57: getan, auch als Chef?
00:08:59: Genau!
00:09:00: Wir haben unsere KI unserer Software sehr gute kommunikative Manieren beigebracht Und die fragt also sehr höflich und freundlich genau die gelingenden Bedingungen mit ab.
00:09:11: Wenn jemand sagt ich mach das immer so und so und es klappt Dann wird wahrscheinlich die nächste Frage sein, was denkst du denn?
00:09:16: Was ist denn das Geheimnis davon?
00:09:17: und natürlich noch ein paar geheimen Coca-Cola Rezepte, die wir da reingebastelt haben damit die relevanten Informationen abgefragt werden.
00:09:23: Und dann haben wir erlebt dass die Expertinnen und Experten in eine ganz angenehme Rolle kommen nämlich sie wären auf Augenhöhe von jemandem der wertschätzend nachfragt nach ihren Geheimnissen befragt und diese rausrücken wollen wie sie Dinge tun warum sie damit erfolgreich sind.
00:09:38: Und dann entsteht so eine Situation, wenn man das wissen eigentlich nichts hartes dagegen spricht sehr gerne teilen möchte.
00:09:44: Jetzt habe ich ne super Überleitung zum Thema Exnovationen.
00:09:49: Wenn man nicht nur diejenigen rausfiltern kann und das Wissen wo es richtig gut läuft sondern aber der Miriam läuft immer schlecht Das geht immer schief.
00:10:00: Dann kann man das ja auch theoretisch herausfiltern und dann kann man sagen und dass exnovieren wir jetzt funktioniert nie was sie macht Super
00:10:10: Ich möchte da mit dem halben Fuß noch im Epineuer, möchte ich eine Antwort darauf geben.
00:10:14: Weil das ist einer der am häufigsten gestellten Fragen... Was machen wir denn?
00:10:20: Das ist wirklich gut!
00:10:21: Das machen wir dann wenn da jemand seinen Wissen in den Epineuereien gibt, der es aber falsch macht.
00:10:26: und da muss sich wirklich aus fünfzehn Jahren Consulting im technischen Bereich sagen Wenn ihr euch jemanden leistet Der jahrelang etwas falsch macht Und ihr wisst das alle Dann seid ihr das Problem und nicht unsere Software.
00:10:42: Wie der alte Spruch ist, wer lebenslang Fehler macht hat noch lange keine Erfahrung.
00:10:48: Richtig!
00:10:48: Ja genau ich habe zwanzig Jahre Erfahrungen in diesem Bereich.
00:10:51: ja du hast es zwanzich jahrelang falsch gemacht.
00:10:54: Genau ein Unternehmen das sich das leisten möchte muss sagen da müssen wir woanders ansetzen.
00:10:59: Das können wir gerne machen aber dann ist unser Tool erst mal nicht das Erste.
00:11:04: Aber solche Dinge darf man dürfte man vergessen und damit sind wir bei der Exnovation Genau.
00:11:11: Und beim bisschen öffentlicher Dienst, wir können ja nicht einfach Leute so rausschmeißen die jahrelang was falsch machen.
00:11:19: Wir sind ja ein geschlossener quasi geschlossener Personalkörper.
00:11:27: Okay aber das ist glaube ich noch ein anderes Thema.
00:11:30: Da wird ziel recycelt habe ich auch das Gefühl.
00:11:32: Aber das sage ich nur von außen.
00:11:33: Ich kenne mich nicht wirklich aus.
00:11:37: Ich glaube, das mit dem Recycling trifft es schon ganz gut.
00:11:40: Obwohl der Begriff so ein ganz klein wenig falsch verstanden werden kann.
00:11:47: Ich würde formulieren wollen wir müssen für die Menschen jahrelange falsch gemacht oder so... Die hat der Dienstgeber jahrelang nicht kompetenzgerecht eingesetzt.
00:12:00: also wir hätten Die haben vielleicht ein Kompetenzprofil, wo sie woanders besser draufgepasst hätten.
00:12:06: Und dann hätte man sich halt anders sehr wenden müssen wie das bei uns so schön heißt.
00:12:13: Gönne immer zwei dazu!
00:12:15: Oder die Vorgaben sind falsch oder die Prozesse und wir müssen uns ja an diese Vorgabe halten per Gesetz, per Vorschrift.
00:12:26: Und auch da kommen... Wir kommen immer wieder zum Thema Exnovationen ist ja lustig.
00:12:32: Wie kriegen wir das raus?
00:12:34: Das ist wirklich schwierig.
00:12:37: Man muss ja erst mal anfangen, das zu identifizieren.
00:12:39: Was kann denn eigentlich raus?
00:12:40: und allein an dieser einen Frage sehen wir ja schon, muss jetzt da der Mensch raus, muss diese Anweisung raus, was muss denn eigentlich heraus, muss die Verwendungen raus um jetzt mal euer Wort zu benutzen – was muss dann eigentlich raus, dass die Situation so nachhaltig verbessert?
00:12:55: Da muss man erstmal ein Finger draufgelegt bekommen und oft ist es ja echt schwer rauszufinden.
00:13:01: Also was ist denn der, der eine Knappe drücken müsste?
00:13:04: und oft ist es auch so einfach gar nicht.
00:13:06: Genau.
00:13:08: Ja
00:13:09: kommt ja auch drauf an wen du fragst.
00:13:11: was raus musst noch?
00:13:13: Da kommen wir zu dem schönen Spruch mit den Fröschen und dem Teich und so
00:13:17: weiter.
00:13:17: Im Teich, ja.
00:13:20: Insofern sag ich mal also ein Software die dir hilft relativ objektivierbar das halt mit immer gleichen Methoden festzustellen, ist da glaube ich super hilfreich.
00:13:36: Ja also diese Gelingensbedingungen die da ja so mitschwingt zu sagen warum funktioniert denn was?
00:13:42: oder warum funktioniert in irgendwas nicht?
00:13:47: Die sind ja miteinander verboben und es wäre jetzt unterkomplex wenn man halt sagen wird das ist ganz einfach dann macht man so ein Sohn.
00:13:52: Man kann dann fünf Leute fragen dann hast du acht Meinungen Und verrückterweise hat die gleiche Methode meinetwegen.
00:13:58: Am Standort A super funktioniert, am Standort B halt nicht weil wir haben andere Rahmenbedingungen, andere Vorgaben, andere Ressourcen.
00:14:04: was weiß denn ich?
00:14:06: Das berührt jetzt ein ganz anderes Thema und dieses Kopieren von Erfolgsrezepten das muss man auch immer mit Vorsicht angucken.
00:14:15: weshalb um noch einen Satz zur Epineur zu sagen wir versuchen diese Rahmenbedienung mitzuerheben.
00:14:21: warum denkst du liebe Expertinnen dass das so gut funktioniert hat.
00:14:26: Was waren denn die Faktoren, die es ausgemacht haben?
00:14:29: Und in der Kehrsicht ist es da für Exploration wahnsinnig schwierig zu sagen, welchen Stein müsste ich den jetzt nur rausnehmen?
00:14:38: Würde das denn funktionieren wenn die gleiche Arbeit von einer anderen Person gemacht würde zum Beispiel weil diese eine Person ne Kompetenz nicht hat, weil die eine Person weiß ich nicht wie in dem in der Verwendung nicht akzeptiert ist.
00:14:49: mein was weißt du nicht?
00:14:50: Da gibt's ja ganz viele Möglichkeiten und Ich habe in den letzten anderthalb Jahren seit dieses Buch über Exnovationen draußen ist, hab ich sie aufgehört.
00:14:59: Ja da muss man einfach mal Karlschlag machen und dann liefert natürlich Exnovaton so einen guten frisch mutigen Zugang zu sozusagen erst einmal weg.
00:15:09: das kann genauso daneben gehen wie die Kea-Sache zu sagen Innovations... jetzt machen wir halt einfach irgendwie.
00:15:16: Das kann schon ganz oft funktionieren.
00:15:19: Garant für Erfolg ist es wirklich nicht.
00:15:21: Und auf der anderen Seite Ist das mit der Exnovation?
00:15:23: Da läuft mir eben ein Risiko rein, dass man einfach Kind im Bade ausschüttet oder irgendwas verwirft was eigentlich okay gewesen wäre und dann hätte da ein bisschen reingucken müssen.
00:15:31: Auf der anderen Seite haben wir wieder die Gefahr.
00:15:34: Die kennt ihr glaube ich, dass es an etwas sehr lange hängen bleibt und sich kaputt analysiert und damit den Punkt des Handels so weit wie möglich raus schiebt.
00:15:43: Das kann man dann aufmachen.
00:15:44: Manche Probleme lösen sich ja von alleine.
00:15:47: An manchen gewöhnt man sich einfach...die sind dann halt so.
00:15:49: Die gehören zum Mobiljahr dazu.
00:15:53: So wie mir genau.
00:15:55: Probieren wir einfach nochmal mehr vom Gleichen, hat zwar bisher schon nicht funktioniert aber lass uns noch mal noch mehr davon machen und das ist manchmal einfach die pure Hilflosigkeit.
00:16:07: Falsche Richtung dafür dann Anstrengung verdoppeln.
00:16:13: Genau oder mehr Öl ins Feuer gießen damit es dann gelöscht wird weil zu wenig hat das nur aufludern lassen.
00:16:23: Eine Frage Gute Ruhen zu dir dazu.
00:16:26: Experten, die sind ja im Prinzip auch immer bei der ambidextrischen Seite, es sind ja oft die Experten auf der sehr Verfahrenstreuen und Seite oft sag ich mal so.
00:16:39: Wie kriegst du genug Expertens für das Zukunftsdenken?
00:16:44: Das disruptive Denken ran also dass die dann für die Firma ja auch... Ich sage mal Gefährliche Wissen sind, dass neue Wissen und das auch das Wissen sein könnten.
00:16:57: Dass die Firma vielleicht selber gar nicht so liebt also weil sie ja auf der anderen Seite sind.
00:17:03: aber das sind ja dann für ein Zeichen keine Experten im alten Wissen sondern Experten in neuen oder gebrauchten Neuen anderen Wissen.
00:17:12: Gibt es da Ratschläge?
00:17:14: Oder wie gehst du an die Sache ran?
00:17:18: Ratschwege weiß ich nicht, würde ich wahrscheinlich nie sagen.
00:17:20: Aber ich hätte eine Meinung dazu, wie sich das zueinander verhält zu diesem... also dieser Gegenpol altes Wissen, neues Wissen und oft... Ich glaube diese Unterscheidung die du gesagt hast ist genau richtig!
00:17:31: Diese Exploit-Denke, die einfach sehr, sehr detailliert ausgearbeitet ist auf einem sehr hohen Niveau, ist ja viel Kompetenz, sehr viel Erfahrung.
00:17:39: Die ist ja oft das was die Maschine so produktiv laufen lässt und die erneuert sich dann durch indem sie genau das nicht mehr tut.
00:17:45: Und auf der anderen Seite sind glaube ich nicht Expertinnen und Experten für neues Wissen, sondern das sind die, die die Methoden verstehen.
00:17:51: Und auch die entsprechende Haltung zu Innovation haben.
00:17:55: Also hier haben wir vielleicht diese Subject-Matter Experts wie man sie nennt.
00:17:58: unterdrüben sind aber die Menschen, die keine Angst vor Scheitern haben, die vielleicht Ressourcen bekommen um auszuprobieren, mal auf die Nase zu fallen, die mit dem Frust umgehen können.
00:18:07: also dieser Gruppe zeichnet sich durch diese lange Fachexpertise aus, die man jahrelang gesammelt hat?
00:18:13: Vielleicht auch!
00:18:15: Aber die zeichnet sich durch den Zugang und durch die Haltung zu Innovationen aus.
00:18:21: Das sind vielleicht Menschen, die methodisch sehr fit sind... Und es schadet gar nicht wenn sie viel Expertise mitbringen, wenn sie das nicht am Kopf einmal Durchlüften hindert.
00:18:33: Dann schadete das nicht, wenn die viele Expertise haben.
00:18:35: Wenn die Expertise dazu führt dass wir sagen wir machen das jetzt einfach weiter so weil das haben wir schon immer so gemacht dann sind die da drüben nicht so gut aufgehoben.
00:18:41: Dann können die da Input liefern.
00:18:44: Aber den großen disruptiven Sprung nach vorne, werden diese Personen oft nicht machen oder fällt denen halt bisschen schwerer.
00:18:49: Dann kommen die in diesem Innovationsveränderungsprozess eher ein bisschen später erst zu betragen.
00:18:54: Da haben sie aber dann ihre Rolle.
00:18:57: Das ist eine schöne Unterscheidung hier.
00:18:59: Danke!
00:19:00: Ja und du bist da jetzt seit einiger Zeit raus mit dem Buch zum Thema Exnovation?
00:19:08: Da ist ja bestimmt einiges passiert.
00:19:12: mehr Erfahrungen einsammeln, von denen die exnoviert haben um gute Exnovationskandidaten zu identifizieren.
00:19:21: Da gibt es ja klar wir Systemtheoretiker wissen da gibt's diese ganzen Fahrtabhängigkeiten und ohne Schaden zu verursachen man muss eben Wurzeln ausreißen geht es eben dann doch nicht.
00:19:36: was hast du dafür Erfahrung mittlerweile eingesammeln können?
00:19:40: Also die Gefühle, die Menschen durchlaufen anscheinend, die sich in der Praxis mit Explorationen beschäftigen.
00:19:46: Die sind manikfaltig.
00:19:49: Das erste Gefühl, was ich normalerweise dann immer erlebe ist Erleichterung.
00:19:53: Also das erste Wenn mal ein Kontakt mit Exploration ist wenn dann jemand wie ich da rein gerumpelt kommt und sagt Man darf mal Sachen aufhören!
00:20:00: Man darf sie weglassen!
00:20:01: Das ist in Ordnung?
00:20:03: Das ist okay Dann ist erstmal große Erleicherung.
00:20:06: Dann plötzlich gehts ja Kopf auf den... Da würde ich das weglassen und das.
00:20:09: Und da würde ich dieses Meeting weglassen, dieses Tool.
00:20:11: Das brauchen wir eh nicht richtig ... So?
00:20:14: Also diese große Erleichterung auf so einer individuellen Ebene, dann könnte ich mein Arbeitsalltag ein bisschen erleichtern.
00:20:20: Das ist das erste Gefühl.
00:20:22: Der zweite Gefühl ist Mist!
00:20:24: In der Organisation arbeiten viele Menschen zusammen.
00:20:26: Wir sind arbeitsteilig hier um einen Ziel gemeinsam zu erreichen.
00:20:29: Verdammt!
00:20:30: Andere Menschen sind auch dran.
00:20:32: Die haben dazu eine Meinung.
00:20:34: Mist!
00:20:34: Jetzt muss ich mich mit denen austauschen.
00:20:37: wird es plötzlich schon ein bisschen bremst sich der Enthusiasmus und so ein bisschen.
00:20:40: Jetzt muss ich die halt fragen, wie finden sie denn das?
00:20:43: Wenn wir das weglassen.
00:20:44: So dann komme ich auf alle Probleme, die wir aus Change- und systemischer Betrachtung von Veränderungen halt kennen.
00:20:52: Menschen wollen vielleicht das so beibehalten, Menschen finden das Tool gut, Menschen haben das Tool vielleicht sogar einen geführt und hängen deswegen dran, haben da Kompetenzerlebnisse usw.
00:21:02: Und dann fällt das natürlich in diese Rinne rein wo jede Veränderung abgefrühstückt wird.
00:21:07: Da muss ich halt reden, da muss ich mich auseinandersetzen und da muss sich Gründe hinterfragen und dann muss ich Menschen zum Dialog einladen.
00:21:13: Dann muss ich das aushalten, dass wir alle nicht einer Meinung sind und damit zäh.
00:21:20: Also in Ersterleichterungen dann so bisschen ... Aber wenn die Exaktion geblügt ist und plötzlich haben uns darauf geeinigt, so können wir es machen und das können wir so weglassen und alle sind dann hinterher noch okay damit.
00:21:33: Das ist ein Triumph-Gefühl, das ist großartig.
00:21:36: Dann haben wir dieses Aufatmen und das haben wir dann eingelöst in der Praxis.
00:21:40: Und wenn man das einmal durchlitten, durchlebt und dann hinten erfolgreich herausgekommen ist... ...dann ist das Gefühl so um was kommt als nächstes?
00:21:48: Wo räumen wir als nächstes auf?
00:21:49: Juhu!
00:21:49: Das hat ja schon mal funktioniert.
00:21:51: Jetzt können wir das, so wie die Organisation halt eine neue Kompetenz gelernt hat
00:21:56: So Ist ja auch so, ne?
00:21:57: Ja, auf jeden Fall
00:21:59: Und ich meine es geht ja jetzt immer schneller.
00:22:01: Also man sieht das ja im Privat.
00:22:03: Also wir arbeiten ja im nachtdienstlichen Bereich mit super viel Tools.
00:22:09: Wir machen geilen Scheiß nach Dienst, sei mal so ne?
00:22:15: Und da sieht man einfach dass man dran bleiben muss weil es immer, immer schneller geht.
00:22:20: Ich kündige fast jeden Monat irgendwas und schreibt mich woanders ein.
00:22:26: Weil ich das auch noch ausprobieren muss nicht.
00:22:27: Das geht ja viel besser!
00:22:29: Und das ist einfach eine Fähigkeit wie du sagst wie Radfahren für eine Firma, für eine Privatperson auch.
00:22:35: Und es geht ja jetzt immer schneller!
00:22:37: Aber wie nimmst du das wahr in den Organisationen?
00:22:40: Ist das schon angekommen?
00:22:44: Ja, das ist angekommen zum einen.
00:22:47: Ich glaube, dass es in mehreren Stufen passiert, dass eine der erste Schritt war, glaub ich, dass Unternehmen die letzten Jahre immer besser verstanden haben, wie die Logik von Innovation funktioniert.
00:22:56: Also dass man's einfach manchmal wagen kann sich mir was neuen zu befassen und dann passiert erstmal gar nichts Schlimmes.
00:23:02: Das heißt, in dem gleichen Maß wie die Organisation jetzt besser geworden sind im Innovieren haben sie natürlich auch den Schreibtisch sich voll gemacht.
00:23:08: Und dann sind einfach diese vielen neuen Formate, neue Ideen, neue Tools, neue Prozesse, neu dies, neu das... Die sind dann am Anfang erst mal, ne?
00:23:18: Die riechen nach Abenteuer und Lagerfeuer ist großartig!
00:23:21: Und plötzlich bedrücken die halt in der Weiterführung danach Arbeit.
00:23:24: Das heißt es ist das Schreibtische voll.
00:23:27: also das war so die erste Welle dass man das Unternehmen sich Innovationen zu Eigen gemacht haben, die jetzt den Schreibtisch wie gesagt vollmachen.
00:23:36: Das zweite ist natürlich dieser Gesamtkomplex mit Digitalisierung.
00:23:39: und jetzt da oben drauf als Sonderlocker davon oder eigener Zweig.
00:23:43: Da können wir wahrscheinlich separat mal drüber streiten kommt mit KI natürlich doch meine neue Dynamik daher.
00:23:48: also das bin ich nicht verfechterin der Sichtweise dass sich kein CRM erbrauche.
00:23:55: das programmiere ich mir in drei Tagen selber.
00:23:56: ganz so leicht ist es noch nicht.
00:23:58: aber die Geschwindigkeit hat jetzt einfach nochmal zugenommen Und ich glaube, bei allem Neuen was da kommt ist dieses schnelle Verwerfen gerade bei digitalen Tools.
00:24:09: Ich sage es jetzt mal ganz allgemein, ist ganz zentral und das artet ja ein Stress aus allein auf dem Laufenden zu bleiben, was in Tropic pro Woche an Neuigkeiten raushaut.
00:24:20: Ja so, allein das!
00:24:22: Dann haben wir den Rest der Welt noch nicht angeguckt, was da alles passiert, wo wie sich das zueinander verhält Organisationen als Trägere gebildet und natürlich dann jedes Mal eine Bewertung gehen.
00:24:32: Was heißt das für uns?
00:24:34: Brauchen wir das, können wir das ignorieren?
00:24:36: Gehen wir da einen Risiko?
00:24:39: Ey was ist wenn man einfach mal zwei Monate nix machen?
00:24:41: passiert uns dann was stimmt haben wir den Anschluss komplett verpasst?
00:24:45: Und das sind jetzt alles Fragen um die sich irgendjemand kümmern muss.
00:24:51: Das ist natürlich ne ganz große Beschäftigung irgendwie mit der Umwelt und mit sich selber Und man darf vor all der Freude natürlich nicht vergessen, dass in den Unternehmen, in den Organisationen dann währenddessen auch noch eine Arbeit geleistet werden muss.
00:25:03: Das heißt da ist schnell und mutig zu sagen weg damit schaue ich mir gar nicht an.
00:25:08: nein das wird eine große Aufgabe werden sonst ist der Anteil der operativen Arbeit wird ja kleiner und kleiner.
00:25:15: Eigentlich müssen wir ja noch was arbeiten hier und da können wir nicht uns da unter diese Instrumente zusätzlich noch kümmern die ja dann auch Auswirkungen möglicherweise nach innen rein haben
00:25:26: Genau.
00:25:27: Wir sind
00:25:27: zu beschäftigt
00:25:28: mit Segen, wir haben keine Zeit umzugucken.
00:25:31: Neue Säge, neue Sägebläder, ganz neues Instrument, mit dem wir im Wald aufräumen.
00:25:38: Und jetzt kommen wir auf das Thema Anlearning, mit denen hatten wir uns so ein bisschen beschäftigt.
00:25:44: Das heißt ja für das Individuo also organisatorisch wissen wir es geht ganz schnell weil Organisationen super flexibel sind besonders im öffentlichen Dienst.
00:25:55: Das ist alles kein Thema.
00:25:58: Jetzt kommen wir aufs Individuum, das ist ja dann auch noch mal so eine Sache.
00:26:03: ich bin nun Arbeits- und Organisationspsychologin wie andere hier ja auch.
00:26:10: Und das Schöne ist ja wenn es automatisiert ist kostet mich das kaum noch Energie individuell was sich mache.
00:26:17: und jetzt muss ich wirklich überlegen Wie lasse ich denn etwas?
00:26:20: Was lasse jetzt persönlich an Arbeitsschritten, um mich auch kontinuierlich dazu optimieren und ein neues anzupassen.
00:26:29: Und wir wissen ja das Thema Extinktionslernen,
00:26:32: d.h.,
00:26:32: es ist nicht so einfach – ich muss neue neuronale Wege quasi da rein basteln in meinen Kopf und neues lernen!
00:26:41: Das ist wieder auffällig, das nervt.
00:26:42: Das kostet sich Zeit und Energie und Aufmerksamkeit bis es dann automatisiert wird.
00:26:49: und dass andere so nach und nach überschrieben werden können, ein bisschen technisch ausgedrückt.
00:26:55: Das ist ja jetzt Aufgabe von jedem Einzelnen.
00:26:59: dann?
00:27:00: Was hast du da so mitgenommen in den letzten Jahren dazu?
00:27:08: Ich glaube spezifisch zu dieser Individualperspektive kann ich gar nicht so viel sagen weil ich es natürlich sehr oft auf Organisationslevel mitbekomme die sich aber natürlich aus den Individuen zusammensetzen.
00:27:20: Also ich glaube, wenn ich einen Eindruck teilen sollte was ich glaube kann dann würde ich sagen da ist schon eine Resignation zu spüren und die war schon lange da bevor diese ganze KI-Toolnummer angefangen hat.
00:27:33: Und diese Resignations heißt auch ne nicht noch etwas Neues.
00:27:36: Ach nee!
00:27:40: Ich habe schon das Gefühl wir leiden als Gesellschaft gerade alle am gleichen aber irgendwie findet keiner den Fuß raus um das Rad anzuhalten.
00:27:48: Es geht aber auch gar nicht, wahrscheinlich.
00:27:50: Also ich wüsste nicht wie und die... Ich weiß nicht ob da nicht irgendwo am Horizont so ein gesellschaftliches Agreement daherkommt, dass das okay ist, dass man dann nicht mehr überall mit vorne mitspielen muss weil es passiert tatsächlich nichts oder nicht viel wenn man nicht jedes neue LLM ausprobiert.
00:28:08: Es passiert erst mal nicht soviel.
00:28:11: Klar, wenn ich mich drei Jahre eingrabe, dann passiert was Wenn ich mich nicht von dieser Hektik anstecken lasse, also das ist auch zumindest meine Lösung.
00:28:19: Vielleicht kann ich es jetzt mal so teilen um jetzt mal ein bisschen durch meinen eigenen Gedanken zu mehren dann.
00:28:25: Ich leise mir den Luxus dass sich nicht alles wissen und lernen muss obwohl ich jetzt im Softwarebereich tätig bin und obwohl ich mich mit KI sehr intensiv befasse.
00:28:35: Ich versuche die großen Ströme mitzubekommen.
00:28:38: Also die Frage... Die Fragen die ihr mir gestellt habt zum Beispiel darüber versuch ich nachzudenken was bedeutet denn KI?
00:28:45: Was kann das für uns tun?
00:28:46: Für uns Menschen nimmt es uns was weg.
00:28:47: Was nimmt's uns denn eigentlich weg, ist das eigentlich
00:28:49: gut?".
00:28:50: Und über solche Fragen möchte ich eigentlich... Also die Bedeutung dahinter würde ich lieber nachdenken und würde mich von diesem hektischen jeden Tag siebzehn Neu-Ideen nicht mehr treiben lassen.
00:29:01: Da klingle ich jetzt vielleicht schon so alt wie ich bin aber ich möchte lieber über die Essenz hinten dran nachdenke als dass sich nachts um drei Uhr aufstehen kann und vierundzwanzig LLM-Stereinach aufzählen kann je nachdem wie teuer die Token
00:29:12: sind.".
00:29:15: Eine Organisation.
00:29:18: Wir kennen ja diese Ghost Units aus dem militärischen Bereich, dass man sagt, man hat eine Ghost Unit und da kann man dann Neues ausprobieren und gucken was passiert wenn man bestimmte Sachen weglässt?
00:29:30: Und da sind dann die Silkes und Peters dieser Welt drin, die sagen Jo ich probiere gerne Sachen aus und ich lasse auch supergerne Sachen weg.
00:29:38: kein Problem Wir experimentieren hier, das kann man ja auch dann organisatorisch übersetzen.
00:29:45: Dann sind die Silkes und Peters, die sich gerne mit sowas auseinandersetzen.
00:29:50: Die sind dann da goldrichtig aufgehoben mit ihrer Kompetenz zu innovieren.
00:29:56: Und die anderen ... Das kann man dann irgendwann später skalieren.
00:29:59: Das wäre eine organisatorische Lösung dann.
00:30:03: Ja, das glaube ich schon!
00:30:05: Also ich glaube das Verhältnis zwischen Innovation und Exnovation ist halt gerade so ein ganz spannendes, weil man muss eigentlich viel innovieren.
00:30:14: Muss es soviel sein?
00:30:14: Vielleicht reicht auch zwanzig Prozent weniger aber gleichzeitig müssen wir exnovieren.
00:30:19: und was wir Menschen nicht drauf haben bisher ist dass wir Exnovaton als eine Lösung ansehen für ein Problem also dass man ein Problem lösen kann indem man aus der aktuellen Problemkonfiguratur etwas entfernt Weil wir neigen ihr alle zum dazutun.
00:30:34: Wenn wir lösen wollen, Problemlösen, dann fügen wir meistens Elemente hinzu weil wir meinen es ja auch gut und wir haben ja auch viel tolle Sachen.
00:30:41: Dann fügen wie halt entweder noch ein Meeting in so oder noch einen Prozess oder eine Person oder noch ein Instrument oder ein Dokument oder noch Verfahren, weil das muss doch das Ding jetzt hier ein für alle mal regeln.
00:30:52: Und ich glaube die Innovationen, also das Ex-Innovation ist zu sagen Wir versuchen mal wieviel von diesem Wahnsinn können wir den hier weglassen Damit das Mindest-Level immer noch stimmt und dann basteln wir erst mal an dem rum, dass ist so eine neue Denke.
00:31:04: Und da muss es, glaube ich, Peters und Silkes geben die da Bock haben, das auszuprobieren.
00:31:09: Ich glaube, dass da große Überraschungen warten auch in den Unternehmen, die ich kenne.
00:31:15: Wo man sagt hey, was haben wir uns denn dafür ein Ärger gemacht?
00:31:19: Das wäre echt auch einfacher gegangen!
00:31:20: Also da haben wir es uns ohne Not schwer gemacht.
00:31:23: Wir haben's immer gut gemeint bestimmt aber... Das wirklich Innovative ist, das reduzieren auf was wir unbedingt brauchen.
00:31:30: Das machen wir gut und richtig.
00:31:32: Und den Resten können wir uns vielleicht auch gar nicht mehr leisten weil wir die Ressourcen nicht
00:31:35: haben.".
00:31:37: Ich habe selber auf Silke drauf eingefallen.
00:31:39: Die hatte ein paar Lego-Bauschsteine mit.
00:31:41: War das beim Creative Procracy Festival?
00:31:44: Glaub ich.
00:31:45: wo du sagst hier gibt mir mal eine Lösung um das stabiler zu machen.
00:31:48: Ich baue natürlich etwas dran!
00:31:51: Weil klar und Silke sagt dann, nee komm mal wenn du den Stein weg machst ist es noch stabiler.
00:31:58: Ja das war gut.
00:32:00: Aber das ist so in unserer Natur des Mensches drin.
00:32:03: wir tun das so dass unser erster Reflex wie wir Probleme lösen wollen.
00:32:07: Und es gibt dieses Lego Experiment auch noch in der anderen Gestalt und das finde ich ganz spannend.
00:32:13: da wird ein Torbogen also ein Brückenbogen gebaut.
00:32:16: auf der einen Seite fehlt ein Stein und da versucht der Lkw drunter durchzufahren kommt nicht durch Und dann kann man natürlich sagen, ich nehme den Stein hier drüben auch noch weg.
00:32:24: Dann ist das wieder gerade und steht der Bogen wieder aber dann kommt der Lkw nicht mehr durch.
00:32:28: Das heißt, ich muss natürlich gucken wozu dient denn irgendein bestimmtes Ding?
00:32:33: Und dann ist wegnehmen halt nicht immer die Lösung.
00:32:35: manchmal ist schon oft dazu tun.
00:32:37: Aber da muss man sich über das Problem verständigen ohne ehrlich machen welches Problem möchte ich lösen?
00:32:41: wenn das Problem ist Ich möchte dass die Brücke gerade ist, dann kann ich den Stein weg nehmen.
00:32:45: Wenn das Problem aber ist Die Brücke soll gerade sein unter Lkwe muss durchpassen Dann muss ich den zweiten Stein halt doch dazutun, damit das Ganze hoch genug ist dass der Lkw drunter durchfahren kann.
00:32:55: Und da glaube ich können wir uns auch so ganz alte Grundtugenden langsam zurückziehen und sagen Problemanalyse, Problem angucken verstehen was is denn da?
00:33:04: Natürlich kann ich dann ChatGPT fragen hilft mir das entscheiden bei sie nicht?
00:33:09: vielleicht nicht
00:33:12: Das sind mal ja doch nahtlos beim Thema dass wir zuletzt hatten mit.
00:33:16: Wir gehen zu schnell in den Lösungsraum Wir erforschen den Problemrahmen nicht ausgiebig genug.
00:33:23: Wir springen beim Design-Thinking zu schnell in die Lösung rüber und wundern uns dann, wenn es nicht funktioniert.
00:33:32: Aber wir sollen eine schöne Lösung haben!
00:33:35: Das ist auch einer der schönen Methoden, die dazu geführt haben dass in Organisationen schnell Innovation gemacht wird.
00:33:41: Und das hat was wahnsinnig Gutes, dass man Leuten die Angst vorm Neuen nimmt.
00:33:45: Dass man sagt jetzt mach doch einfach mal ne Lösung, mach doch mal irgendwas.
00:33:48: Und in der einen oder anderen Firma, möchte ich sagen haben wir das übertrieben und haben das zu einer Königsdisziplin gemacht und gesagt Hauptsache wir machen was Neues.
00:33:58: Welches Problem das löst ist, die rupt mich jetzt erstmal nicht da können wir auch später nochmal darüber nachdenken.
00:34:01: Hauptsach dass es jetzt neu und es riecht interessant und es ist auf gar keinen Fall verstaubt.
00:34:06: Hauptsachen wir haben da jetzt ganz modern etwas Neues gemacht und es löst keinerlei Probleme wenn man dann ehrlich drauf guckt.
00:34:12: aber es ist neu Das ist dieser Pro Innovation Bias dass etwas sehr, sehr gut bewertet wird.
00:34:18: Einfach nur wenn wir sagen es ist neu ob das Gutes in der Sache oder ob's ein Problem löst.
00:34:24: Ja egal.
00:34:25: Hauptsache macht Spaß so.
00:34:32: Wahnsinn!
00:34:36: Die Kriterien mit denen man empfiehlt, jetzt ist ja einiges darüber gesprochen worden von uns hier, dass die Kriterin warum man denn was weglassen sollte Hören sich auf Seite der Betroffenen eher so an als nach dem Motto, was nervt mich?
00:34:51: Was ist zu viel?
00:34:52: Was zwingt uns?
00:34:53: Zu viel Arbeitslast.
00:34:55: Zuviel Papierkram und zuviel Behördliches.
00:34:59: aber das alleine kann ja.
00:35:01: ich sage mal da sind so mehr oder weniger emotionale Argumente oder da steht die Emotion im Vordergrund.
00:35:07: dahinter sind es andere Gründe.
00:35:10: kannst du sagen oder magst du da was zu den Kriterien sagen, die für Exnovation eigentlich für so ein Unternehmen wichtig sind und auch für den Einzelnen wichtig sind?
00:35:20: Und weniger emotional.
00:35:23: Ja ich glaube das Hauptkriterium auf dass man im ganzen Exnovationskontext guckt ist eigentlich die Verfügbarkeit von Ressourcen.
00:35:33: Da gibt es einen guten Anschluss zwischen dieser Individualebene die Du gerade genannt hast Peter.
00:35:38: also irgendwas mit so vieles nervt das muss einfach weg.
00:35:40: Das ist ja oft ein Spiegel davon, dass Menschen einfach zu viel auf dem Tisch haben und mit irgendwas überfordert sind.
00:35:45: Und das sie damit nicht rumkommen.
00:35:48: Auf der anderen Seite ist die Organisation natürlich auch bemüht ihre Ressourcen möglichst gut zu verwenden.
00:35:54: Wenn ich X-Resourcen habe – und ich hab x plus zehn Projekte Dann können diese zehn Projekte die schönsten Projekten der Welt sein.
00:36:04: Das können tolle Projektes sein mit viel Output, mit viel Hoffnung und für alle möglichen.
00:36:09: Ich habe aber nur Ressourcen für zehn.
00:36:12: Und dann muss ich im Notfall auch ein Projekt kaltstellen das im Moment eigentlich wunderschönhaft und alle lieben dieses Projekt und dass immer so schön in das Klasse und wir kommen auch vorwärts.
00:36:21: Aber wenn dieses Projekt jetzt gerade keine Ressource hat und nicht gut genug auf Ziel einzahlt vielleicht?
00:36:26: Dann kann es auch sein, dass sich etwas exnovieren muss oder zumindest mal pausieren vielleicht, was jetzt gerade gut läuft.
00:36:32: Das heißt ich würde immer von der Ressourcenseite her kommen und wenn Menschen einen, weiß ich nicht, einen bestimmten Prozess nicht einhalten wollen, den würde ich nicht exxnovieren, da würde ich erst einmal gucken warum.
00:36:45: Wenn er Prozessehand und Fuß hat und der ist wichtig und gut und durchdacht dann würde ich zu anderen Methoden greifen.
00:36:51: Da ist jetzt nicht Exxnovation mein erstes Tool der Wahl sondern... Der will zum äußersten mit den Menschen reden und einfach fragen, was denn dann los ist.
00:36:58: Warum klappt das nicht?
00:36:59: Warum läuft es nicht?
00:37:00: Fehlen euch Informationen?
00:37:03: Was fehlt euch denn?
00:37:05: Warum wollt ihr denn das nicht
00:37:06: machen?".
00:37:06: Und dann findet man auch so eine Organisationsentwicklerischen Ebene.
00:37:11: einfacher eine Lösung als zu sagen, fünf Leute wollen den Prozess nicht einhalten ja dann weg damit.
00:37:16: da würde ich erst mal hingucken.
00:37:21: kann dann immer noch auf,
00:37:22: dass der
00:37:22: Prozess doof ist Dann kann man immer noch verwerfen aber... Oft klemmt sie da woanders.
00:37:29: Und müssen wir neue Skills aufbauen, wenn wir ex novieren?
00:37:38: Ich weiß nicht ob es ein Skill ist aber wir brauchen auf jeden Fall eine Haltung zu Ende und Abschied.
00:37:45: Das was das haben wir als Kultur nicht wahnsinnig gut drauf.
00:37:51: Wahrscheinlich ist das ein Skill.
00:37:52: ja.
00:37:52: Also vielleicht ist der Skill, der damit verbunden oder verknüpft ist es gemeinsam zu trauern.
00:37:57: Das sagt man in einem aktienotierten Unternehmen nicht ungestraft.
00:38:03: Man sagt so jetzt fassen wir uns alle an der Hand und traueren um Projekt XY.
00:38:07: Jetzt sind wir einfach mal traurig.
00:38:09: das ist nicht gut ausgebildet.
00:38:13: Das kenne ich aus dem Ehrenamt nur tatsächlich wo man mal Genau wie du sagst, von der Ressourcenfrage her kam und gesagt hat wir sind einfach nicht mehr genug Leute um das alles zu wuppen was hier ansteht.
00:38:29: Jetzt lass uns das mal alles angucken und dann teilen wir uns das ein in was es abschied und es wird auch ordentlich verabschiedet ja?
00:38:41: Und was ist Aufbruch?
00:38:44: Wo gibt's Dinge, wo ich genau hingucken will?
00:38:47: Ich die jetzt auf die bisherige Art weitermachen?
00:38:49: oder kann ich die auf neue Art vielleicht sozusagen verändert fortführen.
00:38:54: Aber jeweils eine ganz bewusste Entscheidung auch mit allen dann zu sagen und wenn es abschät ist wirds auch ordentlich gemacht weil bis hierher war es ja gut und einfach so sang- und klanglos fallen lassen das fühlt sich nicht gut an.
00:39:09: aber ich kann verstehen dass man in dem Aktiennotierten Unternehmen sich die Zeit nicht nehmen will, ne?
00:39:16: Nee.
00:39:16: Da ist man vernünftig und rational.
00:39:18: Da hat man auch Zahlen, da hat man das Projekt durchgerechnet dann ist das klar.
00:39:22: Und dass Menschen in dem Projekt stehen, die an dem Projekt hängen weil sie da Herzblut reingesteckt haben und Zeit ... Leben ist ja Lebenszeit!
00:39:34: Da wird nicht Rücksicht draufgenommen.
00:39:35: und ich glaub, das ist ein Skill den könnten wir tun, dass wir uns ehrlich machen voneinander und sagen scheiß ich bin jetzt echt traurig.
00:39:40: Ich habe gedacht, das Projekt fliegt.
00:39:42: Und jetzt bliegt es halt nicht und ist richtig scheiße!
00:39:44: Nicht möchte das sagen dürfen, danach ist auch wieder gut.
00:39:47: Wir bleiben dann in diesem Trauertal aber den Raum dürfen wir aufmachen lernen und das wäre vielleicht ein neuer Skill.
00:39:55: Und gerade wie du gesagt hast Silke, das war ja bis dahin was vielleicht gut?
00:40:01: Vielleicht die letzten drei Meter nicht mehr.
00:40:02: Aber bis da hin war ja gut und es gab einen Grund warum es dieses Projekt gab.
00:40:07: Dass ich das heute beende, ist eine Aussage über die Zukunft.
00:40:10: Das hat in der Zukunft keinen Raum mehr aber es ist keine Aussage für die Vergangenheit.
00:40:14: Das muss weg weil das war schon immer total schlecht.
00:40:18: Deshalb einfach im Moment passt es nicht mehr zu unserer gewünschten Zukunft.
00:40:21: deswegen verabschieden wir das in Liebe Dankbarkeit in Freude alles Worte die man in solchen Kontexten ganz schwierig anbringt.
00:40:29: Aber wo ich sehr dafür plädieren würde dass wir das miteinander lernen
00:40:34: Es sind einfach grundmenschliche Bedürfnisse, die hier irgendwie bedient werden.
00:40:39: Und das Achso-Rationale?
00:40:42: Da hätte ja wieder mein Lieblingsforscher, wenn er noch leben wird Daniel Caneman sehr viel dazu zu sagen wie blödlinig die Annahme ist.
00:40:51: Auf jeden Fall!
00:40:52: Das stimmt.
00:40:53: Ja ich fände es gut, wenn Führungskräfte dafür belohnt werden würden.
00:40:59: also in meiner ersten Laufbahn bei VW haben wir ja auch viel Geld ausgeschüttet für Boni etc.
00:41:07: Natürlich in erst ein Kriterium war unternehmerisches Denken und Handeln, aber als Unternehmer gehört ja Exnovieren auch zwangsweise dazu.
00:41:18: Ja ich muss ja Sachen abstoßen Und beenden sonst bin nicht ja kein guter Unternehmer.
00:41:26: meines Erachtens.
00:41:28: Siehst du da einen Unterschied?
00:41:29: Also ich glaube im öffentlichen Dienst ist das noch ein bisschen unter ausgeprägt.
00:41:35: Dieses Denken, weil ich eben nicht dafür hafte.
00:41:38: Weil ich dafür kein Geld bezahle.
00:41:41: Da würde ich natürlich gerne das als Beurteilungskriterium sehen.
00:41:45: Das ist aber, glaube ich, noch ein anderes Thema.
00:41:47: Aber siehst Du so im Mittelstand Tendenzen, dass das stärker ausgeprägt ist als sagen wir im öffentlichen Dienst?
00:42:00: oder siehst du da Tendenz, dass es sich verändert momentan?
00:42:07: Also ich sehe Tendenze, dass er sich ändert ob das aus dieser Einsicht herausgrinnt.
00:42:12: Dass wir explodieren müssen in welcher Benahme auch immer.
00:42:15: Das glaube ich gar nicht so.
00:42:17: Diese Resignation, die ich vorhin schon erwähnt habe und dass man sagt, jetzt hab' ich ja keinen Bock mehr.
00:42:21: Jetzt hör auf damit so!
00:42:22: Das muss jetzt weg.
00:42:22: Also es ist eher so ein Frustmoment vielleicht, dass man sich mit irgendwas nicht mehr befassen möchte.
00:42:28: und ob das diese Exploration als geplanter strukturierter Prozess ist als Lösungsweg – das glaube ich jetzt gar nicht mal.
00:42:36: Ich würde mir wünschen, dass das ein populärerer Ansatz wird weil genau wie du sagst alle Dinge, die dich als Unternehmerin oder als Unternehmar... Fortführer beibehalten, obwohl sie gar nicht aufs Ziel einzahlen.
00:42:47: Die fressen ja ja Ressourcen und die sind per se begrenzt.
00:42:52: Das heißt gut zu überlegen welches Projekt darf ich meine Ressoursen verwenden?
00:42:56: Und welches nicht?
00:42:57: Es ist doch erste Unternehmerinnenpflicht!
00:43:02: Der Bedarf ist groß.
00:43:03: ob das schon angekommen ist weiß ich jetzt gar nicht genau.
00:43:06: Da funkt dann diese ganz tiefe menschliche Gefühligkeit rein die das so schön heißt, haben es besser als brauchen.
00:43:15: So, Datenablage Laufwerk Z. Das gibt's seit two-tausendneun.
00:43:22: Da sind ganz tolle Sachen drauf.
00:43:24: Alles ist da drauf und der Dieter kennt sich damit auch noch aus und er kennt auch die ganze Projekthistorie.
00:43:29: wenn wir dann mal nachgucken müssen sondern wird dieses Laufwirk halt behalten.
00:43:32: Sondern gibt's irgendwann Anbieterwechseln?
00:43:34: Dann müssen wir drei Leute abstellen, die diesen Wuss sortieren und auf neues Laufwerk umziehen.
00:43:40: Das heißt Rackzack habe ich doch da Leute beschäftigt muss ich doch mit meinen Ressourcenhaushalten.
00:43:45: Dann zu sagen, brauchen wir das noch?
00:43:46: Stört das irgendjemanden, wenn wir das einfach
00:43:48: abschalten?".
00:43:49: Und dann sagt der Mensch nicht haben ist besser als brauchen wer weiß.
00:43:53: und dann behalten wir es halt.
00:43:57: Ja in diesem ersten Teil haben wir über Wissensmanagement und Exnovation gesprochen.
00:44:01: Exnovations hat auch was mit Emotionen zu tun.
00:44:04: Wir sind ja Menschen.
00:44:06: Als Genossenschaft haben wir das selber erfahren und dazu eine kleine Geschichte wie aus gezielter Exnovacion etwas Neues entstehen kann.
00:44:15: Als Genossenschaft reden wir nicht nur über Dinge.
00:44:17: Wir tun sie vor allem auch, so geht Lernen!
00:44:19: Unser Vorläufer als Genossenschaf war eine Community of Practice die wir Agile genannt haben.
00:44:24: Die hatten wir in der Bundeswehr gegründet.
00:44:27: Wir haben Agilität operationalisiert und vor allem gelebt.
00:44:32: Da haben wir sehr viele Erfahrungen gemacht im Kontext Militär- und öffentlicher Dienst.
00:44:37: Nach einigen Jahren hat das Kernteam aber gesagt okay, wir stampfen das ein Wir können uns auch nicht selber weiterentwickeln, wir haben ja unsere Freizeit dort immer investiert um diese Themen voranzubringen.
00:44:49: und diese Zeit und Energie haben wir dann eben gewandelt an unserer Genossenschaft gegründet.
00:44:56: Ich denke da sehr gerne daran zurück.
00:44:57: und das Gute ist eben, da hat sich die Spreu vom Weizen getrennt beziehungsweise die Macher von den Zuschauern und so kann man eben auf einem ganz anderen Niveau neuen Start finden, neuen Startpunkt.
00:45:10: Im zweiten Teil unserer Podcast-Folge geht es dann darum, was KI eigentlich mit unserem Selbstwert macht.
00:45:15: Es geht um das neue Aushandeln von Arbeit im Zuge von KI und warum wir vielleicht bald wie in Star Trek uns ganz bewusst gegen Technologie entscheiden müssen?
00:45:26: Liebe Gutrunden, Stichwort Sauerteigrot!
00:45:30: Aber es geht auch um die spirituelle Praxis und wie diese uns dabei helfen kann bessere Führungskräfte zu werden.
00:45:36: Bis hoffentlich zur zweiten Folge.
00:45:38: Ich wünsche euch heute eine Prise-Exnovation, damit Raum und Zeit für etwas Neues entsteht.
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