Design als Katalysator für Veränderung (Teil 2)

Shownotes

01:41 Was ist Design 04:28 Botschaften im Kanalrauschen 08:11 Lokalität und Social Animals 10:12 Design lernen Mindset und Handwerk 15:13 Umsetzung und interne Widerstände 16:55 Gatekeeper Perspektive im Prozess 18:13 Schönheit begründen statt Geschmack 22:31 Design im öffentlichen Sektor 27:06 Zusammenarbeit und Role Model 29:11 Karrieretipp Komfortzone verlassen 30:55 Outro Takeaways und Militärbezug

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00:00:00: Wir bauen in den Projekten oft auch so eine sogenannte Gatekeeper-Perspektive ein.

00:00:07: Man versucht sich hineinzuversetzen in diese Menschen, die immer nein sagen und die es immer ja aber sagen.

00:00:36: Ja herzlich willkommen zum zweiten Teil unseres Design Podcasts mit Frau Prof.

00:00:39: Kathrin Andröschen von der Agentur Embassy.

00:00:42: Sie ist auch Professorin an der SRH für strategisches Design.

00:00:47: Im Podcast hört ihr noch Peter und Bastian Mats, wir werden ja mittlerweile geflutet von Informationen und ganze Informationsmüllberge, türmen sich täglich oder stündlich bei jedem Impost-Eingang und jeder macht Marketing, KI unterstützt.

00:01:05: und wie es aber besser geht damit man Wirkung entfalten kann erklärt uns Katrin Wir plädieren einfach für besseres Design, damit es auch Wirkung entfalten kann.

00:01:15: Was meinst du dazu Peter?

00:01:18: Es geht eigentlich gar nicht mehr um Kommunikation.

00:01:20: Es ist ja nur noch eine Informationspreisgabe.

00:01:24: also hier Tönen verlautbaren.

00:01:26: Es geht nur noch raus und mit KI gestützt ist die Informationsmega unbegrenzt.

00:01:31: Ja wir platzen gleich mitten in das Gespräch rein.

00:01:33: Basti erzählt gerade was über Kultur.

00:01:36: Ich bin Miriam viel Spaß.

00:01:42: Deswegen ist das Investment in Kultur ja auch eines der ersten Dinge, zumindest für mich.

00:01:50: Wenn ich über Design nachdenke denke ich als erstes an Kulturfragen.

00:01:56: wie kann man erstmal Kulturen zusammenbringen?

00:02:00: und selbst wenn das ein oder andere nicht meine Kultur ist?

00:02:06: Wie kann ich es aber anschlussfähig machen?

00:02:09: Weil dafür sind wir multikulturell, zumindest in der Europäischen Union unterwegs.

00:02:16: Und da finde ich ganz spannend die einfachste und grundsätzlichste aller Fragen was ist vor diesem Hintergrund für mich eigentlich Design?

00:02:29: Damit tue ich mich hier ganz schwer würde aber die Antwort für mich immer irgendwo im Bereich einer kulturellen Anschlussfähigkeit und individuellen Nutzbarkeit für einen jeden sehen.

00:02:46: Da würde mich aber natürlich interessieren, lieber Kathrin was ist für dich eigentlich Design?

00:02:56: Ja, Design ist ganz viel!

00:02:58: Es gibt ja den etwas enger getwasteten Designbegriff.

00:03:01: im Deutschen und dem Englischen wird Designer für jede Art von Gestaltung Prozessen und allem verwendet, das ist noch viel weitergefasst.

00:03:14: Für mich ist aber Design, wenn ich das jetzt nun abhängig von den Sprachen definiere immer etwas wo jemand konkret Hand anlegt um etwas zu bauen dass letztlich dann auch was zum Positiven verändern kann oder zum Negativen.

00:03:32: Aber es ist etwas wo eine Veränderung passiert.

00:03:38: Das Design kann auf Ort nur eine Metapher sein oder es kann irgendwas ganz Kleines sein, das ein Impuls auslöst um dann wieder andere Leute anzustecken in der Nuss zu machen.

00:03:51: Etwas für sie unterhaltsam zu machen damit sie's dann letztlich auch abnehmen verarbeiten und überlegen was es für Sie bedeutet.

00:04:06: heißt auch, dass man verschiedene Werkzeuge verwenden kann miteinander kombiniert.

00:04:13: Also es ist auch so ein Kuratieren von Botschaften, von Bildern, vom Text und Prozess.

00:04:20: Und wenn wir das alles gut zusammen mischen kommt einfach ein tolles...

00:04:28: ist das heute eigentlich schwieriger, weil ich werde ja bombardiert.

00:04:33: Ich habe vorhin jemand versucht über LinkedIn zu erreichen und er sagt, sorry, ich habe es erst so spät gesehen.

00:04:38: Ich musste noch meine anderen Kanäle abarbeiten.

00:04:42: Und dann kann man mal zwischendurch ausschalten, weil man detoxt und es einfach zu viel wird.

00:04:49: Aber die Leute zu erreichen, ist das nicht weit auch schwieriger?

00:04:53: Muss noch mehr Profis einsetzen, also die Pro Pros, die jetzt in dieser Welt quasi zu Hause sind mit den ganzen Möglichkeiten.

00:05:04: Hat sich das ganze Thema geändert?

00:05:06: Wird es schwieriger?

00:05:07: Würde es einfacher?

00:05:12: Ich glaube man muss sicher sein dass man die Botschaft nicht klarzieht.

00:05:18: Also was wollen wir sagen?

00:05:19: Welche Werte welche Inhalte welche Stories wollen wir vermitteln?

00:05:25: und das muss man wirklich mehrfach umdrehen, um sicher zu sein.

00:05:30: Da geht die Reise hin.

00:05:31: das ist eine Botschaft für die Zukunft und dann muss man es nach wie vor in verschiedenen Kanälen ausspiegeln oder verschiedene Kanäle kanalspezifisch ausgestalten.

00:05:44: Das sind mehr geworden.

00:05:45: absolut auch das muss man sich überlegen.

00:05:48: wo investiert man mehr?

00:05:50: Wo investiert Man weniger?

00:05:52: Früher war das einfach da gab's die klassische Werbung, Radio und zwei Fernsehkanäle.

00:05:58: Ich bin in Österreich aufgewachsen,

00:05:59: da gibt es drei

00:06:00: Fernsehanäle!

00:06:03: Und inzwischen gibt's dann noch viel mehr Kanäle und wir müssen unbedingt ins Social Media ganz viel machen.

00:06:11: Wir müssten uns an alle Kanälen ran trauen, sonst wird der Space der Orte einfach von anderen besetzt.

00:06:23: Man muss zunächst die Kernbotschaft und die Markenwerte und die Kommunikations-Botschaft festlegen.

00:06:32: Und jeder Kanal hat jetzt eine andere Tonalität, hat der andere Ort zu brechen.

00:06:38: Und manche sind formeller, manche sehr informell.

00:06:44: bei manchen steht die Person im Vordergrund, manches sind visueller.

00:06:49: Natur der Sache.

00:06:50: Instagram ist einfach visueller Und dann muss man es entsprechend abwandern und auf den Kanal zuschneiden.

00:06:58: Ich glaube, man muss wirklich auch immer authentisch bleiben.

00:07:01: Es sind viel benutztes Wort aber... ...es stimmt!

00:07:06: Man muss nicht perfekt sein.

00:07:08: Man kann auch von Menschen kommunizieren.

00:07:13: Wir funktionieren am besten Wenn wir das Gefühl haben, wir sprechen mit echten Menschen oder wir hören echten zu.

00:07:20: Das

00:07:20: stimmt.

00:07:21: also ich habe auch letztens wieder ganz viele Kanäle abgewoutet weil es mir auf die Nerven ging ist einfach zu viel irgendwann und geblieben sind die wo ich einen echten Mehrwert habe.

00:07:32: Es wird wieder lokaler Weil bei mir ist es so dass sich mehr Eingrenze je mehr es gibt Und da muss ich mich mehr mehr fokussieren auf einzelne.

00:07:43: Das können auch einzelne Personen sein oder wie zum Beispiel eure, die ihr da ins kalte Wasser springt.

00:07:53: Die Spree-Springer sage ich jetzt mal ja das ist sympathisch und dann mag ich mich darum bemühen da irgendwie up to date zu bleiben und der Rest fliegt einfach raus und das lebt und ich bin nicht mehr so markenteuer.

00:08:08: Das ist, weil es einfach sehr viel geworden ist.

00:08:12: Wie wäre denn da eine Strategie für eine Marke damit umzugehen?

00:08:19: Du hast gerade was Schönes gesagt, dass du dann doch Dingen folgst oder Dinge beobachtest die irgendwie mit deiner Lebenswelt zu tun haben.

00:08:31: also dieses ... Die Welt ist global und unseres mehr muss ich schauen mit meinem lokalen Umfeld andock.

00:08:40: Also lokal kann heißen re, also wirklich topografisch lokal.

00:08:44: das kann aber auch heißen was die Interessenslagen anbelangt oder wo man einfach Menschen findet mit denen man eine Ebene hat oder wo irgendwas knickt wenn man zusammensetzt.

00:08:58: und wie du auch sagst dass ein Mehrwert entsteht wenn man miteinander spricht.

00:09:03: wir sind normal.

00:09:04: es gibt einen Buch das heißt wir sind Social Animals Wir funktionieren, vor allem dann wenn wir in sozialen Interaktionen stehen.

00:09:15: Das hat auch Breitmann in seinem Buch im Grunde gut beschrieben.

00:09:21: Wir haben deswegen überlebt evolutionär, weil es uns gelungen ist als Gemeinschaft zu funktionieren und wir reagieren aufeinander Und das müssen wir immer wieder in Erinnerung rufen, dass es eigentlich unsere Stärke ist.

00:09:41: Eine kleine Gesellschaft als Nachbarschaft wenn man sich mit seinen Nachbarn gut stellt und ein schönes Verhältnis hat, tut einem gut.

00:09:53: aber das müssen auch in größeren Einheiten denken, lenken und ich würde mal sagen weltweit.

00:09:59: Es tut uns gut wenn wir uns untereinander arrangieren so sind wir ...

00:10:05: Ich höre bei euch beiden raus, irgendwie steckt in jedem von uns ein Designer auf die eine oder andere Art und Weise.

00:10:12: Wenn ich das jetzt aber vielleicht ein bisschen ernsthafter betreiben möchte, vielleicht auch nebenbei zu meinem Hauptberuf Katrin was wäre da?

00:10:22: Was wären da so konkrete Maßnahmen, konkrete Weiter- und Vorbildungen wie man das lernen kann?

00:10:29: Also ich glaube das wichtigste ist ein offenes Mindset.

00:10:32: am wichtigsten Neugierig zu sein, das kann man nicht verordnen.

00:10:37: Aber ich kann nur neugieriger sein wenn ich so eine gewisse persönliche Sicherheit habe dass sich auch mal was Verrücktes tun kann.

00:10:46: Dass ich mich aus dem Fenster lehnen kann mit einer Meinung, dass sie die Wahrheit aussprechen können.

00:10:54: Das kann ich in einem sicheren Kontext und es ist mal so eine Voraussetzung.

00:10:58: Ich bezeichne uns Designer und Designerinnen oftmals als die Hof nahm unserer Zeit.

00:11:06: Früher durfte, am Hof des Königs für das Fürsten durfte niemand die Wahrheit sagen.

00:11:14: Wenn er die Wahrheitsfaktor wurde ja vielleicht im Kerker geworfen.

00:11:18: Nur der Hof nahr durfte das und da war eine wichtige Funktion.

00:11:22: nur so kamen die Leute an der Stütze überhaupt zur Information was wirklich los ist.

00:11:29: also das ist mein so ein Grund mindset dass wir benötigen.

00:11:34: Wir müssen die sein, die sicher sein können, dass sie was aussprechen können.

00:11:42: Dass sich auch ein bisschen Mut haben, Humor hilft und das Design Skills anbelangt, glaube ich ist es die Riechkeit um die Ecke denken zu können und out of the box denken zu Ideenentwicklung macht, Kreation macht.

00:12:05: Kreativtools benutzt – das hilft alles!

00:12:11: Die Frage wie viel Handwerk muss jemand können oder die Design macht?

00:12:17: Das verändert sich ganz stark.

00:12:19: Ich plädiere dafür dass es schon ganz gut ist wenn es ein Thema gibt wo man vertieft hat wie handwerklich geht Drei-Dee oder Architektur, oder Filme?

00:12:32: Oder auch Musik oder Produktdesign sein.

00:12:37: Warum ist das wichtig?

00:12:39: Weil ich kann mir mit KI sehr viel generieren lassen aber ich raufe die Urteilsfähigkeit ob etwas gut ist, ob etwas geeignet ist, den Nerv trifft, ob es die Menschen berührt, wo es etwas ist womit wir die Zukunft bauen können.

00:13:01: Und deswegen ist es ganz gut, wenn man irgendwie so eine Fähigkeit oder eine Fachrichtung hat, wo man mal ein bisschen mehr Gestaltungszeit verwendet hat.

00:13:11: Aber das ist kein Muss!

00:13:14: Ja mir fällt da zufällig und ganz uneigennützig unser Decision-Design-Konzept an weil wir da ganz stark versuchen dieses Skill wirklich zu... zu trainieren, weil das halt so vielseitig einsetzbar ist.

00:13:29: Diese Urteils- und Entscheidungsfähigkeit die eben nicht nur von den kommunitiven Verzerrungen abhängt sondern auch noch von vielen anderen Faktoren Und da braucht man ihm auch Zeit führen.

00:13:41: Das lernt sich nicht an einem Tag und da bekommst du vielleicht auch kein Zeugnis für wie in der Schule.

00:13:47: Aber es durchzieht halt alle Bereiche und wir haben halt für uns auch festgestellt Wir sind ja Er ist über die zweite Laufbahn quasi zum Design gekommen, dass uns das wirklich massiv weitergeholfen hat.

00:14:00: Uns immer wieder selbst zu beleuchten und zu reflektieren, zu hinterfragen.

00:14:05: Und zwar auch schonungslos so, dass es auch weh tut!

00:14:08: Wir haben auf diesem Weg natürlich auch viele verloren, die das war mehr als Moment fancy fanden irgendwie neue coole Dinge zu machen, die auch laut... irgendwie dastehen im Raum und irgendwie präsent sind, aber diese ehrliche Auseinandersetzung haben dann eben doch nicht viele durchgehalten.

00:14:31: Das wäre so ein Mainz was ich noch oben drauf geben würde, du brauchst dieses Durchhaltevermögen.

00:14:38: Du brauchst eine brutal große Resilienz die auch automatisch aufbaust Und dafür wiederum brauchst du einen sehr, sehr starken, wenn nennen das Purpose.

00:14:50: Also du brauchst irgendwas was dich wirklich antreibt, was dich so stark motiviert zu sagen dass es auch völlig unabhängig von Geld, Marktposition oder Status Das treibt dich einfach an.

00:15:04: Ich glaube das erleichtert es massiv das technische Handwerk am Ende des Tages dann schneller zu lernen.

00:15:13: Hier geht es auch darum, dass man einfach anfängt und hier wieder die ersten Schritte macht.

00:15:20: Unsere Erfahrungen finden dann alle ganz fancy wie Basti richtigerweise sagte.

00:15:27: Wenn's an die Umsetzung geht, kommen wir ins tiefe Teil der Tränen und laufen alle weg und verstecken sich unter der Brücke.

00:15:35: Weil dann wird es halt ungemütlich, ne?

00:15:38: Dann kommt das große Ehlen mit Unterlagen erstellen und Telefonaten.

00:15:44: Und nochmal nachberaten und noch mehr Unterlagen erstellen.

00:15:49: Also ein Zeug mal jenseits von Haushaltsmittel beantragen jedenfalls für den öffentlichen Dienst.

00:15:55: Aber also unsere Erfahrung ist schon, es lohnt sich alle Mal und die zweite Erfahrung Der Großteil oder einen Teil von Design ist Red Teaming oder Blue on Blue im Grunde genommen.

00:16:11: Inherent im Designprozess auch zu überlegen, wie können wir das denn umsetzen?

00:16:16: Wir haben das Fit Day genannt.

00:16:18: Wie kriegen wir dann eine Design-Idee dann in die Organisation hinein?

00:16:23: und ein Großteil der Widerstände befindet sich eben im eigenen Lager Und das haben wir inherent im Prozess mitdesignt.

00:16:33: Wie sind denn da so deine Erfahrungen?

00:16:35: Oder gibt es da irgendwie ein Clue oder irgendein Bereich, wo du sagst ja da läuft die haben's einfach drauf da Neues zu implementieren.

00:16:47: Die brauchen diesen Kampf gegen die internen Widerstände nicht.

00:16:55: Ja wahrscheinlich ist dieser Kamm überall da.

00:16:59: Das ist ja auch wie sowas Sicherheitscheck intern diese Iteration oder auf diese Diskussion auszutragen, damit man nichts über sieht.

00:17:12: Wir bauen in den Projekten oft auch so eine sogenannte Gatekeeper-Perspektive ein.

00:17:19: Man versucht sich hineinzuversetzen in die Menschen, die immer nein sagen und die es immer ja aber sagen.

00:17:26: Und man versucht ... Diese Argumente vor Bett zu denken und die Antworten sich zu überlegen.

00:17:33: Und man muss aber auch offen sein, nicht nur verteidigen und sagen wir haben rechtweilen sondern ich muss auch sagen vielleicht ist da was dran.

00:17:43: also müssen wir kurz diesen Perspektivwechsel vornehmen.

00:17:46: das rüstet einen zum ein in der Diskussion aber es lässt einem vielleicht auch so blinde Flecken finden.

00:17:53: Sehr schön Gatekeeper!

00:17:55: Gatekeeper kaufe ich Das ist ein Suppe-Methode.

00:18:04: Ach das ist ja schön, dass wir hier jemanden haben der auch mal wirklich etwas über Design nicht nur erzählen kann sondern Design auch lebt.

00:18:11: Schönheit Katrin!

00:18:13: Wenn man etwas designt hat und dann beim Auftraggeber steht und es ihm erklärt und das alles sehr vernünftig ist und sehr schön ist und man den Mut geweckt hat hier, dass man etwas Schönes machen möchte Aber dann der Auftraggeber doch sagt, er findet das gar nicht schön.

00:18:32: Er kann es aber irgendwie nicht richtig ausdrücken was er schön und nicht schön findet.

00:18:38: Wie geht man damit um?

00:18:39: Wie kann man sowas verändern?

00:18:44: Schönen ist wenn es für Menschen gemacht wird.

00:18:47: Für mich jetzt ganz persönlich.

00:18:52: Man wird dir immer, dass die Schönheit eine sehr individuelle Sache ist.

00:19:01: Beauty is in the eyes of the beholder oder so ähnlich.

00:19:06: Was wichtig ist, dass man eine Geschmacksdiskussion weitgehend vermeidet.

00:19:14: Denn wenn das was ich so ehrlich den Entscheidern gefällt und sonst nichts dahinter ist dann ist es ziemlich schwach Einfach fein ist, es muss den Tisch schmecken und nicht dem Angler.

00:19:34: Es muss also für die gebaut sein, die es nutzen sollen, damit weiterkommen soll... ...die irgendetwas darauf aufbauen sollen, die mithentscheiden sollen.

00:19:48: Man muss auch die Leute stressfähig machen und mit Visualität anbelangt.

00:19:55: Und das gestehen sich auch viele Leute gar nicht ein!

00:19:59: dass sie sehr wohl benesen sind und naturwissenschaftlich argumentieren können.

00:20:08: Aber viele Leute sind überfordert, wenn sie visuelle Eindrücke beurteilen müssen – und es geben nur wenige zu!

00:20:18: Und deswegen glaube ich ist es wichtig, dass im Designprozess immer die Warumfrage gestellt wird.

00:20:27: Wir als Designende die Argumente mitgeben, warum etwas so aussieht.

00:20:34: Damit diejenigen entscheiden diese Sprache lernen können – das können wir mir oft nicht!

00:20:39: Das ist nicht Teil uns des klassischen Bildungssystems auf Bilder zu beurteilen, Videos zu beurtigen, TikTok-Videos zu beuertalen.

00:20:47: Es hat keiner gelernt und doch müssen wir das tun weil Bilder sind Schüsse ins Gehirn, dass es ein Titel eines Buches.

00:20:58: Bilder funktionieren sofort und berühren innerhalb einer Zehntelsekunde.

00:21:05: Ein Text ist immer noch linear, da liest man einen Wort nach dem anderen.

00:21:09: Das spricht dann mehr das rationales System an nicht nur aber ein Bild, du kannst dich gar nicht wehren.

00:21:16: Ein Bild löst sofort eine Reaktion aus und deswegen ist es so wichtig dass wir auch Entscheiderinnen entscheidenden Handwerkszeug geben.

00:21:28: Wieso endes Material zu beurteilen?

00:21:30: Und nicht nur sagen, das gefällt mir.

00:21:31: Ich weiß nicht warum aber es gefällt mehr!

00:21:33: Das Argument will ich in dem Boardroom überhaupt nicht hören.

00:21:36: Was meinst du mit Beurteilungen genau?

00:21:43: Naja wenn du verschiedene Optionen hast wie du kommunizieren kannst in irgendeinem Kanal bestimmten Kampagnen, Bildern und Textkombination dann musst du argumentieren Warum die emotionale Ansprache A im Vergleich zur emotionalen Ansprach B besser funktioniert?

00:22:04: Warum eine Bildtextschere oder neue Einsicht entsteht, weil bildet mit dem Text was mit dir macht.

00:22:13: Oder ein reiner Text und Gedankenbild hervorruft.

00:22:18: Und diese Urteilsfähigkeit muss auf der Ebene von Leuten den Schein auch geliebt werden.

00:22:32: Jetzt sage ich mal ganz ketzerisch, mit aller Worten unser Dienst her traut uns das alles nicht zu und möchte uns vermutlich auch keinerlei Entscheidungen wirklich übertragen denn wenn ich an unsere Vorschriftenlandschaft denke dann sind das wahrscheinlich an die fünfhunderttausend Seiten Text mit gefühlt drei Bildern ist eine ziemlich große Schere, die da offen ist.

00:23:01: Ist mir auch klar wir kommen irgendwo aus einem gesetzlichen Hintergrund.

00:23:06: alles ist gesetzlich geregelt dann in Verordnung untergebrochen bis hin zu dezentralen Dienstvorschriften und auf der anderen Seite wird bei uns dieses Führen mit Auftrag beziehungsweise die Auftragstaktik verlangt so nach dem Motto überlassen dir das wie du Dinge umsetzt.

00:23:31: Ich habe aber eben nur diesen ganzen Text zur Verfügung, den niemals ein Mensch einfach so verarbeiten könnte.

00:23:36: dafür ist das viel zuviel.

00:23:39: und dass es irgendwo so einen Spannungsgeflecht dem ich immer wieder begegne.

00:23:45: Ich hab viele Kameradinnen und Kameraden die durchaus erkannt haben da müssen wir irgendwie nennen wir's ruhig Design dann müssen wir designerisch irgendwie anders ran um auch die neue Generation, die nachwachsende Generation an Führungskräften das irgendwie zu vermitteln?

00:24:02: Dass sie auch Verantwortung übernehmen können und wollen.

00:24:06: Commitment!

00:24:08: Und auf der anderen Seite haben wir diese Gesetzmäßigkeiten... Das bringen wir noch nicht übereinander.

00:24:17: Was könnte dann Weg sein für uns als Bundeswehr, aber generell auch für den öffentlichen Sektor die eben darauf angewiesen sind sich an all diese minutiösen textlichen Barrieren irgendwo wirklich auch zu halten und doch irgendwie Design da reinzubringen.

00:24:45: Ja ich meine man muss es vor allem erst mal vermitteln.

00:24:48: Man muss das Auftrag sehen diese Texte weiterzugeben.

00:24:55: Mir fällt gerade ein Beispiel.

00:24:58: Eine sehr nette und kompetente Kollegin an anderen Hochschulen hat letztes Jahr den Koalitionsvertrag als Magazin rausgegeben, der aktuellen Regierung weil sie gesagt hat niemand liest das und doch ist es das was die Regierung tut.

00:25:18: also machen wir einen Magazin.

00:25:19: draus kann man sich anschauen.

00:25:21: sie heißt Sabine Cole mit COLE Und da hat sie einen tollen Job gemacht.

00:25:28: So weit beschäftigt sich, glaube ich mit genau dem was du sagst fast die Textile zum Thema Sicherheit und Prepping in Design zu gießen damit man diese Themen... Ich muss sie genau... Aber so in Richtung Arbeit erzieht.

00:25:47: Genauso vor vielen Jahren die britische Regierung.

00:25:52: Es ist darum gekümmert, dass e-Government leichter wird für Bürgerinnen und Bürger.

00:26:01: Websites gebaut wo man einfach Formulare ausfüllen kann.

00:26:07: das ist ja auch ein ständiger Prozess der auch in Deutschland passiert.

00:26:12: Man muss die Dinge vermitteln.

00:26:16: Man kann Informationsdesign dafür verwenden Graphic Novels dafür verwenden und so weiter.

00:26:27: Es gibt ganz viele Möglichkeiten, Dinge aufzubereiten sodass sie von vielen Menschen verstanden werden und gelesen werden und auch Spaß machen.

00:26:36: Also sammle ich ein zu der Frage die wir vorhin hatten was braucht man vielleicht für Skills wenn man Designer sein will?

00:26:45: Ich höre da jetzt raus!

00:26:46: Man braucht auch irgendwie eine Möglichkeit Visualisierungstechniken zu üben.

00:26:53: Irgendwie ein Anhaltspunkt zum Thema Storytelling.

00:26:57: Also wie entwickel ich Narrative, die auch verfangen?

00:27:03: Und das ist natürlich eine super Idee!

00:27:06: Ich

00:27:06: habe jetzt noch ne letzte Frage... Du bist ja so Grenzgängerin zwischen Design und Uni, Lehre und Marke und springst ab und zu mal in den Spray Und ich habe dich als super sympathische Frau kennengelernt, immer gut drauf.

00:27:26: Immer freundlich, immer auf dem Punkt und offen für Ideen.

00:27:31: Du bist für mich mittlerweile so ein Prototyp für einen Designer muss ich ja zugeben.

00:27:35: So ein Rollmodel muss man so sein, dass man so offen ist und vermittelt ist.

00:27:49: Ich glaube die Komplexe... Die Fragestellungen lassen sich nur lösen, wenn man es gemeinsam tut und im Sprechen lernt.

00:28:01: Im Toon lernt, im Flow, im gemeinsamen Flow lernt.

00:28:05: das ist so mein Trilo.

00:28:08: ich glaube es hilft auch die Menschen zu lieben wenn man Lösungen für Menschen sucht.

00:28:15: Ich liebe die Menschen.

00:28:16: Das ist das Beste was sie haben.

00:28:22: Mir hat das wahnsinnig viel gebracht, muss ich sagen.

00:28:24: Auch unser gemeinsames Projekt, dass wir da diese wundervolle legendäre Geschichte in Appen hatten.

00:28:33: dank Basti ganz großartig und laufen uns ja immer wieder über den Weg.

00:28:39: Basta noch irgendwelche offenen Fragen was euch auf dem Herzen brennt?

00:28:50: Kurz Grüße raushauen an deine lieben Studis und natürlich auch an deine fantastische

00:28:58: Kollegin

00:28:58: Julia.

00:29:02: Und dir nicht nur danken wollen für die Zeit, und auf hoffentlich ein baldiges Wiedersehen vielleicht mal in deiner Embassy.

00:29:11: Ich würde abschließend wohl mit der persönlichsten Frage wahrscheinlich an dich für unsere, für unser Hörerinnen und Hörern.

00:29:22: Was war wenn du so zurückblickst auf deine sehr bewegte Karriere der beste Tipp, der dir mal gegeben wurde?

00:29:31: Der beste Ratschlag, der dich verändert hat zu dem Personen die du heute bist.

00:29:37: Dankeschön!

00:29:38: Tschüss

00:29:41: Ja ich habe es.

00:29:42: der Beste wahr?

00:29:43: ja Ich glaube ein guter Tipp war ist einfach rauszugehen So die Komfortzune zu verlassen, in andere Länder zu gehen und zu reisen.

00:30:00: Und auch immer wieder neues Terrain zu beschreiten, wo niemand kennt.

00:30:09: Man schaut wie man sich in dieser Situation verhält.

00:30:14: Das hat mir immer sehr geholfen und das macht mich auch sehr entspannt.

00:30:19: Ich habe das Gefühl ich habe viel gesehen Ich hab vieler liebt und ich muss da nicht immer die Personen rauskehren, die immer Recht haben.

00:30:33: Sondern ich kann entspannterne Dinge gehen.

00:30:36: Ach, Katrin!

00:30:37: Das waren wundervolle Worte.

00:30:38: ganz herzlichen Dank dir für deine Zeit, deine Insights, die du mit uns geteilt hast hier.

00:30:45: Und bis zum nächsten Mal.

00:30:48: Danke.

00:30:50: Ja danke euch.

00:30:52: Bis dann Freut mich.

00:30:56: So, vielen Dank fürs Zuhören!

00:30:57: Das war Frau Prof.

00:30:58: Katrin Androsche mit dem Thema Design und das war unser zweiter Teil dazu.

00:31:03: Was ich mitnehme als erstes und wichtigstes ist das Thema der Designer-Als Hofnahe – das hat mich schon sehr beeindruckt diese Rolle.

00:31:12: Und was nimmst du mit Peter?

00:31:14: Wir müssen uns unterhalten über gewisse Dinge und wenn der Hofnah der Einzige ist, der dem König etwas sagen darf... Dann hatte sozusagen die psychologischen Lizenz zur Redaktion und

00:31:25: das

00:31:25: ist natürlich größer.

00:31:27: Jetzt mal ehrlich, wie sieht das im Militär aus?

00:31:31: Haben wir da die Hofnahe Funktionen?

00:31:33: Da haben wir die Hofnachfunktion

00:31:35: aber es sind teilweise Instrumente eingebaut als Zukunftsentwicklung,

00:31:40: als Forscher,

00:31:42: als wissenschaftliche Beiräte.

00:31:44: Und nie geht das schon!

00:31:47: Man muss auf siehe...

00:31:49: Okay, ganz herzlichen Dank und tschüss zusammen.

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